Der Weg zur Weltmeisterschaft führt über Herford

Schweizer Fahrer zu Gast bei den Lützowern
Herford. Am vergangenen Wochenende war auf der Anlage des Reit- und Fahrverein „von Lützow“ Herford mächtig was los: die Schweizer Kutschfahrer der Ponyweltmeisterschafen, die diese Woche in Minden startet, hatten ihr Quartier auf der Vereinsanlage aufgeschlagen.

„Als mich vor ca. drei Wochen die Kaderverantwortliche angerufen hat und gefragt hat, ob sie ihre 14 Meisterschaftsponys für ein paar Tage bei uns einstallen und ihr Abschlusstraining auf der Anlage absolvieren können, habe ich erst an einen Scherz gedacht – und entsprechend geantwortet, dass das kein Problem wäre und wir das schon hinbekommen“, so Betriebsleiterin Silke Ossiek. Schnell stellte sich heraus, dass diese ungewöhnliche Anfrage tatsächlich ernst gemeint war. An die 100 Absagen hatte Equipechefin Claudia Spitz im Vorfeld von anderen Ställen aus der weiteren Umgebung erhalten, schließlich brauchten 14 Ponys und 16 Personen inklusiver ihrer großen Transporter, Wohnwagen, Kutschen und sonstiger Ausstattung Platz auf der Anlage. Auch für Familie Ossiek eine große Herausforderung, die im Vorfeld eine genaue Planung mit den Gästen erforderte.
Am Freitag, den 11. August rollten die ersten Transporter auf die Lützower Anlage, zwischen acht und elf Stunden Fahrt lagen hinter den Eidgenossen, die bei den Ein-, Zwei- und Vierspännern an den Start gehen. „Hier können unsere Ponys nach dem langen Transport noch einmal zur Ruhe kommen und in den nächsten Tagen optimal auf die Meisterschaftsprüfungen vorbereitet werden“ erklärt Spitz. Nicht nur für die Ponys waren die Tage auf der Herforder Anlage eine super Vorbereitung, „es ist wie Urlaub hier: tolle Leute, eine klasse Stimmung und großzügige Trainingsmöglichkeiten für den letzten Feinschliff – besser hätten wir die letzten Tage vor den anstrengenden Meisterschaften nicht gestalten können“, genoss das gesamte Team die Gastfreundschaft trotz ihres straffen Trainingsprogramms.
Nach einem ausgiebigen Abschiedsfrühstück herrschte am Montag Aufbruchsstimmung im Fahrerlager und es ging allmählich Richtung Turnierplatz in Minden. Auch wenn die Eidgenossen die Deutschen und die Niederländer in der Favoritenrolle sehen, rechnen sie sich mit ihrem international erfahrenen Team gute Chancen auf eine Meisterschaftsmedaille aus. Nach diesem verlängerten Wochenende auf der Lützower Vereinsanlage ist zumindest klar: die Herforder werden vom Rand aus auch die Schweizer Equipe ordentlich anfeuern.
Infos zur Weltmeisterschaft unter: www.gewe-fahrturnier.de.