DJM Aachen: Große Kulisse für junge Reiter – Im Gespräch mit Daniel Hagmanns aus Heinsberg

Trotz seiner jungen Jahre kann Daniel Hagmanns aus Heinsberg schon auf eine beachtliche Reiterkarriere zurückblicken. Er ist einer von vier Teilnehmern in der Altersklasse Children (U14 auf Großpferden), die der Landesverband Rheinland für die Deutschen Jugendmeisterschaften (DJM) in Aachen (8.-10. September) nominiert hat. Mit seinem „Canter de la Chavee“ wird er im Springen an den Start gehen.

Wie bist Du zum Pferdesport gekommen?
Hagmanns: Zum Reitsport gekommen bin ich durch meine Schwester, die sich sehnlichst ein Pony gewünscht hatte. Ich habe mit sieben Jahren mein Shetland-Pony bekommen und dieses bis zum E-Springen gebracht. Das war damals noch auf Gut Hanbruch, in Aachen. Anfangs sind wir eher im Aachener Wald ausgeritten, doch ich wusste schon früh, dass ich gerne Springreiter werden wollte. Ich war von Anfang an recht ehrgeizig, obwohl mein Pony es mir anfangs wirklich nicht leicht gemacht hat. Ernsthafte Turnierambitionen haben sich dann nach unserem Umzug nach Heinsberg entwickelt, als wir mehr oder weniger zufällig im Reitsportzentrum Pütt landeten. Dort bekam ich gute Pferde gestellt und lernte meinen Trainer kennen.

Mit welchem Pferd gehst Du bei den Deutschen Jugendmeisterschaften an den Start?
Hagmanns: Mein Wallach wird mir vom Reitsportzentrum zur Verfügung gestellt. Er heißt „Canter de la Chavee“ und ist ein neunjähriges belgisches Sportpferd.

Was ist der größte Erfolg, den Du mit diesem Pferd zusammen hattest?
Hagmanns: Das ist noch gar nicht so lange her, Anfang August haben wir in Kevelaer den zweiten Platz in einem M Springen belegen können.

Was bedeuten die DJM in Aachen für Dich?
Hagmanns: Die DJM sind das bisher größte Ereignis in meiner Karriere. Ich hatte nicht erwartet, dass ich jetzt schon für die DJM nominiert werde.

Worauf freust Du Dich besonders?
Hagmanns: In erster Linie auf die Prüfungen, aber auch auf die besondere Atmosphäre und darauf, viele neue Leute kennen zu lernen.

Ist Deine Entwicklung das Ergebnis harter Arbeit oder auch Glück?
Hagmanns: Es steckt sehr harte Arbeit dahinter. Fast täglich reite ich bis zu vier Pferde. Die Vereinbarung von Schule und Training stellt eine tägliche Herausforderung dar. Ich besuche das Kreisgymnasium Heinsberg und lerne oft bis in den späten Abend hinein, da ich den Nachmittag und frühen Abend zum Training benötige. Selbst auf Autofahrten und in Pausenzeiten übe ich Vokabeln. Sonstige Freizeit bleibt da außerhalb der Ferien keine.

Welches Ziel verfolgst Du, was möchtest Du als Reiter erreichen?
Hagmanns: Ich möchte Berufsreiter werden, dafür trainiere ich jeden Tag sehr hart.

Wie wichtig sind dabei Turniere wie die DJM?
Hagmanns: Hier kann ich ganz besonders wertvolle Erfahrungen sammeln, aber auch wichtige Kontakte knüpfen. Vielleicht schon im Hinblick auf einen Ausbildungsplatz.

Kannst Du Dir vorstellen in ein paar Jahren im Hauptstadion bei den „Großen“ mitzureiten?
Hagmanns: Ja, klar, das ist natürlich ein großes Ziel.

Wer ist immer dabei, wenn Du zum Turnier fährst?
Hagmanns: Mein Trainer und meine Mutter sind immer an meiner Seite, unterstützen mich tatkräftig und fiebern natürlich auch immer mit.