DM Balve: Daniel Deußer verteidigt seinen Titel

Außenseiter Tim Hoster wird Vize-Meister, Ludger Beerbaum Dritter

Balve (fn-press). Titelverteidigung geglückt: Daniel Deußer ist der alte und neue Deutsche Meister der Springreiter. Beim nationalen Championat in Balve, das insgesamt 22.000 Zuschauer verfolgten, ritt er im Stechen um Gold mit dem neunjährigen Wallach First Class zum Sieg. Sein Konkurrent, der Rheinländer Tim Hoster, kassierte mit Cash del Mar einen Abwurf: Silber. Die Bronzemedaille gewann Ludger Beerbaum mit Carinou.

Titelverteidiger und Weltcup-Sieger Daniel Deußer hat’s geschafft. Obwohl sein neunjähriger Baloubet du Rouet-Nachkomme First Class noch nicht viel Erfahrung hat, überwand der Fuchswallach die vier Parcours der beiden Wertungsprüfungen der Deutschen Meisterschaft fehlerfrei. „Er ist noch jung, aber ich habe in den letzten Wochen gespürt, dass er sehr viel Vermögen hat und solche Leistungen erbringen kann. Trotzdem bin ich überrascht, wie gut First Class die Aufgaben hier bewältigt hat“, erzählte Daniel Deußer, der in Belgien lebt.

Auf den neuen Vize-Meister Tim Hoster hätte vermutlich niemand gewettet. Der 33-jährige gebürtige Niederrheiner aus Korschenbroich ist seit Anfang 2013 Bereiter im Stall bei Jos Lansink in Belgien. Der einstige Weltmeister stellt Hoster den zehnjährigen Zangersheider Wallach Cash del Mar zur Verfügung. Mit ihm platzierte sich Hoster vor gut zwei Monaten an vierter Stelle im Großen Preis von Braunschweig. „Ein echter Kämpfer“, schwärmt Hoster. Mit viel Anspannung sei er zum Stechen um die Goldmedaille in den Parcours eingeritten. „Ich wusste, wenn Daniel keinen Fehler macht, habe ich keine Chance.“ Aber über seine Silbermedaille freut er sich genauso, wie sein Chef Jos Lansink, der ihn die gesamte DM über coachte.

Multichampion Ludger Beerbaum, der schon neunmal Deutscher Meister war, beendete die Titelkämpfe mit der Bronzemedaille. Erst wenige Tage vor dem Turnier hatte er sich entschieden, den neunjährigen Carinou für Balve zu nennen. Den Wallach aus der Zucht des Gestüts Lewitz reitet er erst seit wenigen Monaten auf internationalem Niveau. „Es fehlt noch die letzte Akkuratesse, aber ich bin sehr zufrieden“, sagte Beerbaum. In der Summe hatte Beerbaum nach Zeitfehlern in der ersten Wertung und einem Abwurf im Finale 5,5 Fehlerpunkte auf dem Konto.

Patz vier belegt der Westfale Sebastian Karshüning (8 Fehlerpunkte). Wenngleich er selten bei den ganz großen Turnieren auftaucht, ist er im Sport kein Unbekannter. So siegte der Berufsreiter bereits im Großen Preis beim Münsteraner Hallenturnier. In Balve entschied er mit der Holsteiner Stute Taquila die finale Wertung für sich und freut sich über ein Preisgeld von 18.000 Euro.

Auf dem fünften Platz der Meisterschaftswertung folgte Christian Ahlmann mit dem Schimmelhengst Cornado II, Vollbruder des von Marcus Ehning gerittenen NRW-Landbeschälers Cornado I (8 Fehlerpunkte). Die weiteren Platzierten der Deutschen Meisterschaft: 6. Markus Renzel mit Cassydy (8,25), 7. Meredith Michaels-Beerbaum mit Atlanta (9,5), 8. Marcus Ehning mit Sabrina (12), 9. Christian Kukuk mit Forchello (12), 10. Holger Wulschner mit Cha Cha Cha (16).

Ergebnisse: www.balve-optimum.de

Quelle: FN Aktuell / Susanne Hennig