Philipp Weishaupt neuer Champion der Berufsreiter

Henrik Griese gewinnt erneut Großen Preis in Bad Oeynhausen

Bad Oeynhausen. Dass Bad Oeynhausen für ihn ein gutes Pflaster ist, wusste Philipp Weishaupt schon vor seinem ersten Start beim Deutschen Championat der Berufsreiter im Springen. Immerhin gewann er im westfälischen Staatsbad  vor elf Jahren seinen ersten Großen Preis. Damals hatte er gerade als Bereiter im Stall von Ludger Beerbaum angefangen. Dass es am Wochenende vor Ostern aber gleich mit der Meisterschärpe  der Berufsreiter klappen würde, damit hatte der 28-Jähre nicht unbedingt gerechnet. Beim Finale mit Pferdewechsel setzte sich der Profi im Stechen gegen  Sebastian Karshüning (Borken) auf Taquila durch. Letzterer hatte am Tag zuvor die zweite Qualifikation, ein S***-Springen mit Stechen, gewonnen. Über die Bronzemedaille freute sich Pferdewirtschaftsmeisterin Karin Ernsting (Münster) mit Mustac Catoki’s Cannon.  Burkhard Jung, der Vorsitzende der Bundesvereinigung der Berufsreiter, freute sich einmal mehr über hervorragenden Sport auf ganz hohem Niveau.  „Meine Favoriten heute sind die Pferde, sie haben mit diesen drei Top-Reitern das große Los gezogen“, ließ er zu Beginn des spannenden Finales wissen.
Top besetzt mit etlichen Nationenpreisreitern – sogar Olympiasieger Ludger Beerbaum hatte noch kurzfristig nachgenannt – lockte der Große Preis der Herforder Brauerei am Sonntagnachmittag noch einmal Tausende Besucher  auf den Turnierplatz.  Hart umkämpft blieb der Preis in ostwestfälischer Hand. Wie schon im vergangenen Jahr gewann der Lemgoer Henrik Griese (RV Cherusker) das S**-Springen mit Stechen im Sattel seines Top-Pferdes Comtessa (0/30.09). Nur einen Wimpernschlag langsamer landete Springreiterkollege Felix Haßmann (ZRFV Lienen) mit Cayles auf dem zweiten Rang (0/30.48). Philip Rüping (RV Oldenburger Münsterland) wurde mit Carlsson Dritter (0/30.69). Routinier Ludger Beerbaum ließ diesmal den Jüngeren den Vortritt, mit Zinedine wurde der Riesenbecker Sechster (0/31.97).
Gut lachen hatte am Sonntagabend vor allem Henrik Griese. „Es macht Riesenspaß hier zu reiten, vor so vielen Zuschauern, das ist wirklich selten in der Region“, strahlte der 33-Jährige. Er hatte im Sielpark tatsächlich vier Springprüfungen gewonnen  – keine schlechte Bilanz. Der Reit- und Fahrverein Bad Oeynhausen hatte mit seinem sportlich hervorragend besetzten Turnier mit familiärer Atmosphäre wieder einmal den Nerv des Publikums getroffen. Rund 14.000  Besucher strömten an den vier Wettkampftagen in den Sielpark.
Weitere Infos, Fotos und Ergebnisse unter: www.rv-badoeynhausen.de

Text: Susanne Müller / Pressemitteilung