Hansi Wallmeier ist gestorben

So kannte man ihn: Hansi Wallmeier als Richter am Abreiteplatz. Foto: Susanne Müller

Bünde. Nach langer schwerer Krankheit ist am 8. September – einen Tag vor seinem 74. Geburtstag – Johannes Wallmeier aus Bünde gestorben. Der allseits als „Hansi“ Wallmeier bekannte und äußerst beliebte Westfale war im internationalen Turniersport als Richter und FEI-Steward anerkannt. Genau 50 Jahre lang arbeitete er bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in Warendorf.

Der Sohn eines Gestütswärters hatte – noch nicht 16-Jährig – am 1. April 1957 eine kaufmännische Lehre am Deutschen Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR) begonnen und war danach in der FN-Abteilung Turniersport tätig. Seit 1970 saß Hansi Wallmeier, der selbst erfolgreich Dressur und Springen ritt, besonders jedoch als Amateur-Rennreiter geglänzt hatte, außerdem am Richtertisch und leitete von 1978 bis 2007 die Geschäftsstelle der Deutschen Richtervereinigung (DRV) in Warendorf.

National und international bekannt geworden ist Hansi Wallmeier jedoch in seiner Funktion als Steward der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI). Auf zahlreichen internationalen Veranstaltungen sorgte er für die Einhaltung des Regelwerkes – stets zum Wohle der Pferde. Da sich Hansi Wallmeier bei seinem Job aber nie als „Sheriff“ sah, sondern als Helfer für Reiter und Pferde, wurde er von allen Reitern als echter Partner des Sport hoch angesehen und geschätzt. Von der FN wurde er für sein Engagement zum Wohle der Pferde mit dem Horsemanship-Preis ausgezeichnet. 2006 erhielt er außerdem den P.S.I.-Award.

Beim Pferdesportverband Westfalen war Hansi Wallmeier, der zusammen mit seiner 2014 verstorbenen Ehefrau Liane Weitkamp in Bünde lebte, fleißig in der Richteraus- und fortbildung unterwegs. Er war Prüfer für Turnierfachleute (Richterprüfung) und Gutachter des  PV für den Bereich Springen. Darüber hinaus zählte er zur westfälischen Besichtigungskommission für die APO-Anerkennung der Pferdebetriebe. Für Pferdefreunde war Hansi Wallmeier ein Vorbild, ein Freund, ein Mentor, der einfach immer dazu gehörte. Die Pferdewelt wird ihn vermissen.

Quelle: PV Münster

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