Boyd Exell – eine Klasse für sich

Leipzig – „Es ist das Finale vor dem Finale“, hatte Boyd Exell im Vorfeld zur letzten Station des FEI World Cup der Gespannfahrer prophezeit. Tatsächlich feierte das Leipziger Publikum den Weltklasse-Fahrsport frenetisch. Zudem brach die PARTNER PFERD ihre Besucherrekorde.

Zwei wurden bei der PARTNER PFERD in der Qualifikation zum FEI World Cup Driving ganz besonders gefeiert. Der eine war Boyd Exell. Der in Borkel En Schaft (NED) lebende Australier fährt derzeit „wie von einem anderen Stern“, bestätigte auch Fahrerkollege Rainer Duen, der als Dritter aus der Weltcup-Prüfung fuhr. Das andere war das Leipziger Publikum. Das wurde von den Weltklasse-Fahrern, die bei der letzten Station ihres Weltcups die Finalisten klar machten, unisono in Superlativen gelobt: gigantisch, enthusiastisch, leidenschaftlich, fantastisch ist die Stimmung in der Leipziger Messe, wenn die Fahrer die Halle zum Beben bringen. „Ich war sehr beeindruckt von der Atmosphäre hier. Das Leipziger Publikum hat viel Leidenschaft für den Fahrsport. Es ist etwas ganz Besonderes, hier zu fahren“, fasste der zweitplatzierte Schweizer Jérôme Voutaz nach seiner Leipzig-Premiere zusammen.

Den Sieg bei dieser letzten Station im FEI World Cup Driving sicherte sich also erwartungsgemäß Boyd Exell, und das obwohl er selbst gar nicht angreifen wollte. Doch diese Entscheidung nahmen ihm die vier Köpfe und 16 Hufe vor der Deichsel ab: „Ich wollte eigentlich gar nicht so schnell fahren, aber mein Gespann war so motiviert. Ich habe sie letztlich dann einfach gelassen“, erklärte Boyd Exell den Grund für seine insgesamt rund 20 Sekunden Vorsprung aus zwei Umläufen. „Michael Freund hat immer zu mir gesagt: ‚Lass sie laufen.‘ Es braucht allerdings ein paar Jahre, um dieses Vertrauen zu entwickeln, das dann auch einfach zu tun“, fügte er lachend hinzu. So viel Engagement seiner Pferde Bajnok, Conversano Cselentano, Clinton Star und Lucky wird nun erstmal mit einer Pause belohnt. Exell selbst beschenkt sich mit einer Motocross-Tour, bevor es vom 6. bis 7. Februar zum Finale nach Bordeaux (FRA) geht.

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