Fahren: Drei Medaillen für Westfalen

Antonius Neu ist Deutscher Meister der Einspänner-Ponyfahrer.

Viernheim (PV). Mit drei Medaillen im Gepäck kehrten die Westfalen von den Deutschen Jugendmeisterschaften im Fahren im hessischen Viernheim zurück. Über die Goldmedaille bei den Einspänner Ponys strahlte Antonius Neu. Der 22-Jährige vom FRV Wettringen hatte das Feld quasi von hinten aufgerollt. Beim Vormustern kam er nur auf Platz 18, auch nach der Dressur war der Titelgewinn noch nicht wirklich in Sicht (Platz acht). Doch davon ließ sich der Westfale nicht beirren. Nach Platz zwei im Gelände steuerte er sein Deutsches Reitpony Poppey als einziger ganz souverän durch den Kegelparcours und lag am Ende mit 0,05 Punkten vor Anna Genkinger aus dem Nordschwarzwald. Und auch die Bronzemedaille ging nach Westfalen. Karolin Schettler vom RV Kusenhorst und Ricardo verdienten sich Platz drei. Im vergangenen Jahr hatten sie bereits das Bundesnachwuchschampionat gewonnen.  Vorjahressiegerin Rica Rethmeier vom RV von Lützow Herford war mit ihrem Andiamo zwar mit einem Sieg in der Dressur in den Wettbewerb gestartet, doch die 10,80 Zeitstrafpunkte in der E-Phase der Geländestrecke warfen das Gespann weit zurück (Platz 23). Deswegen reichte es in der Gesamtwertung diesmal nur für Rang elf. Eine weitere Medaille für die Westfalen bescherte das Bundesnachwuchschampionat. Bronze bei den U16-Ponyeinspännerfahrern ging an Frauke Heuser vom Kutschenclub Altenberge und Nico.

Als Mannschaftsführer hatte Christian Prinz die westfälischen Fahrer begleitet. Insgesamt zeigte er sich zufrieden mit den Leistungen seiner Schützlinge, auch wenn er in der Mannschaftswertung natürlich gerne eine Medaille mitgenommen hätte. „In den vergangenen drei Jahren waren wir immer der erfolgreichste Landesverband. Aber diesmal hatte uns beim Kegelfahren das Pech verfolgt. Sei’s drum: Nächstes Mal klappt es wieder besser“, so der Mannschftsführer. Der Boom bei den Nachwuchsfahrern ist übrigens ungebrochen: Um die Meistertitel bewarben sich in den verschiedenen Anspannungsarten 95 Teilnehmer bis maximal 25 Jahre, im Bundesnachwuchschampionat gingen 45 Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren an den Start.

Quelle: PV Münster

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