Fulminanter Doppelsieg für Iris Kleineidam

Foto: Annika Becker

Die zweite westfälische Qualifikation des Höveler – Ü40–Cups fand ihren Austragungsort in diesem Jahr erstmalig in Gelsenkirchen-Scholven. Und während man in der Reitausbildung von Kindern stets darauf pocht, die Nachwuchsreiter vielseitig auszubilden, bewies Iris Kleineidam am Fünfhäuserweg in eindrucksvoller Weise, dass genau das der richtige Weg ist.

Denn die für den RFV von Lützow Herford startende Reiterin konnte sowohl in der Dressur als auch in der Hunterprüfung mehr als überzeugen. In beiden Prüfungen ging sie im Sattel von Didier la Rouge als vorletzte Reiterin der Prüfung an den Start und konnte die bisher in Führung liegenden Reiter souverän auf die Plätze verweisen. In der Hunterklasse, galoppierte Kleineidam gemeinsam mit der achtjährigen Diamond Hit-Tochter dem Ideal entgegen und wurde mit einer 8,8 für diese Runde belohnt. Doch auch der an zweiter Stelle platzierte Nils Verhorn hatte im Parcours das richtige Gefühl für Rhythmus und Tempo bewiesen. Souverän manövrierte der für den RFV Graf Haeseler Wallenbrück startende Reiter seinen zehnjährigen Chasterway durch den Parcours. Doch nicht nur der Reiter, sondern auch der Calato-Sohn machte dabei eine gute Figur, die am Ende von den Richtern mit einer 8,5 honoriert wurde.

Eine kurze Anreise hatte Angela Grupe, die für den Ländl. RFV Gelsenkirchen-Buer in den Parcours galoppierte. Im Gegensatz zu den beiden Erstplatzierten, die bereits im vergangenen Jahr beim Höveler-Ü40-Cup Schleifen sammelten, ging Grupe hier erstmalig an den Start. Mit einer 8,2 feierte sie gemeinsam mit dem von Quipeggio abstammenden Quitell auf Rang drei einen Einstieg nach Maß. Insgesamt war das Niveau der Ritte auf dem bestens präparierten Springplatz sehr hoch und so konnten alle Platzierten eine Wertnote mit einer Acht vor dem Komma erzielen. Judith Nossek, Produktmanagerin bei den Höveler Spezialfutterwerken, und Andrea Jonas, Vorstand der organisierenden PEMAG – Pferdesport Service und Marketing AG, freuten sich vor Ort mit den Teilnehmern über die gezeigten Leistungen. Und nicht nur bei den Reitern war die Freude über die schönen Ehrenpreise einmalmehr groß, auch die Zuschauer wurden von den Aktiven mit tollen Ritten belohnt. In der Dressur unterstrich Iris Kleineidam dann noch einmal ihre gute Form. Mit viel Gefühl präsentierte sie ihre Dunkelfuchsstute auf dem Viereck und erhielt dafür eine 7,8. Damit konnte sie sich am Ende über die zweite Siegerdecke des Tages freuen und, obwohl es in der Siegerehrung leider anfing zu regnen, dürfte ihr Tagesfazit mit diesem grandiosen Doppelerfolg mehr als zufrieden ausfallen. Ebenfalls zufrieden dürfte Nicole Wanning vom ZRFV Heiden sein, die im Sattel der zwölfjährigen Dagny HF auf Rang zwei trabte. Mit einer 7,6 unterstrich auch dieses Paar das vorherrschende hohe Niveau dieser Prüfungen. Genau wie Sonja Fengler, die mit einer 7,4 Platz drei erreichte. Für den ZRFV Kamen am Start, hatte sie die Fuchsstute Red Skin Rihanna mit nach Gelsenkirchen gebracht.

Doppelten Grund zur Freude hatte Iris Kleineidam nicht nur während des Turniertags, auch der Blick auf die Gesamtwertung in Dressur und Springen sollte sie zuversichtlich stimmen. Denn in der Dressur übernimmt sie dort mit 96 Punkten die Führung. Auf Rang zwei Bettina Gressner mit 92 Punkten. Genauso viele Punkte sammelte auch Cornelia Ingwald, die damit ebenfalls an zweiter Stelle liegt. Noch deutlicher ist Iris Kleineidams Vorsprung in der Gesamtwertung der Hunterprüfungen. Hier feierte sie in beiden Qualifikationen den Sieg und liegt so mit 100 Punkten in Führung. Doch auch Nils Verhorn hat mit 94 Punkten bereits für eine gute Position in der Gesamtwertung gesorgt. An zweiter Stelle liegend ist ihm ein Platz im Finale schon fast sicher. An dritter Stelle der Gesamtwertung liegt aktuell Dagmar Hüntemann mit 89 Punkten. Diese Position teilt sie sich mit Cornelia Rundholz, die bisher ebenfalls 89 Punkte sammeln konnte.

Wer am Ende tatsächlich das Finale in Unna bestreiten wird, entscheidet sich bei der letzten Qualifikation in Schwaney, einige Favoriten haben sich bereits aus dem Teilnehmerfeld herausgearbeitet und schon jetzt steht fest, dass die Finalprüfungen einen hohen Spannungswert garantieren.

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