Gold, Gold, Silber - Westfalen glänzt beim Deutschlandpreis der Vierkämpfer

Freckenhorst (PV). Am Ende war der Jubel fast grenzenlos: Westfalen glänzte bei den Bundesvierkämpfen vor heimischer Kulisse in Freckenhorst mit zweimal Gold und einmal Silber. Mit der Reitschule Hof Schulze-Niehues als Veranstalter hat der Landesverband Westfalen aber auch seine Rolle als Gastgeber mit Bravour gemeistert.

Den obersten Podestplatz im Deutschlandpreis der Vierkämpfer nahmen die beiden westfälischen Teams schon nach zwei bzw. drei von vier Disziplinen fest ins Visier. Gold sicherte sich schließlich die Mannschaft Westfalen 2. Auf 17.838 Punkte kamen Johanna Schulze Thier (RV von Nagel Herbern), Greta Busacker (RV Roxel), Franziska Hölper (RV Seppenrade) und Nina Sparwel (RV Südlohn-Oeding). Über Silber freute sich das Team Westfalen 1 mit Hendrik Reuling (RV Rhede), Nadine Fox (RV Reken), Jandrik Markus Tech (RV Holzhausen-Heddinghausen) und Nils Ohmen (ZRFV Albachten) mit 17.678 Punkten. Bronze ging an Vorjahressieger Schleswig-Holstein (17.228 Punkte). Insgesamt schickten elf Landesverbände ihre Teams ins Rennen.

Auch in der Einzelwertung aus 3.000 Meter Geländelauf, 50 Meter Schwimmen, Dressur und Springen der Klasse A stand mit Johanna Schulze-Thier eine Westfälin auf dem obersten Podestplatz (6.328 Punkte). Dritter hinter Janne Ritters aus Schleswig-Holstein (6.084 Punkte) wurde ihr Verbandkollege Jandrik Markus Tech (6.040 Punkte).

Als erneut unschlagbar erwiesen sich die westfälischen Nachwuchs-Vierkämpfer. Seit der Premiere des Bundesnachwuchsvierkampfes 2010 stets siegreich wurden sie auch diesmal ihrer Favoritenrolle gerecht. Schon nach Schwimmen und Dressur konnten Anna-Lena Potthoff (ZRFV Voßwinkel), Leonie Schulze-Henne (RFV Ahlen), Lea-Sophie Kaulbars (Löhner RG Am Osterfeld) und Pauline Weitkamp (RV Billerbeck) die Konkurrenz auf Abstand halten. Mit 16.968 Punkten ließen sich die vier, jungen Sportlerinnen ihre Leistungen am Ende vergolden. 16.451 Punkte gab es nach 2.000 Meter Geländelauf, 50 Meter Schwimmen, Dressur und Springen auf E-Niveau für die Zweitplatzierten, den Landesverband Rheinland-Pfalz. Platz drei holte Hessen, die sich nach dem Springen mit 16.027 Punkten noch an Berlin-Brandenburg und Bremen vorbeischieben konnten.

„Drei Mannschaften dabei und alle vorn. Das ist ein Ergebnis, was man sich erträumt, aber meistens werden Träume nicht wahr“, erklärt Mannschaftsführerin Christa Middendorf und schmunzelt. „Wir wussten, dass wir gute Reiter und gute Pferde haben. Es gehört aber auch immer Glück dazu, zum Beispiel dass man gute Pferde zugelost bekommt“, ergänzt die Vorsitzende der westfälischen Pferdesportjugend. Sowohl im Springen als auch in der Dressur wurden jeweils zwei Teamreitern zwei Pferde eines anderen Teams zugelost.

„Es hat alles gepasst“, sagt Christa Middendorf und strahlt. „Ich bin richtig stolz“, lobt sie das Engagement der Kinder und Jugendlichen sowie der Trainer Klemens Nachtigall (Reiten) und Uschi Mersch-Hebing (Laufen und Schwimmen). „Die beiden Trainer zusammen sind ein Dreamteam“, ergänzt Brigitte Hein. „Es ist unglaublich, wir haben alles mitgenommen“, freut sich die Geschäftsführerin des Pferdesportverbandes.

Einzelne Teile ergeben ein Ganzes - die Devise von Hausherr Ludger Schulze Niehues, galt nicht nur für den Sport, sie zog sich wie ein roter Faden auch organisatorisch durch die gesamte Veranstaltung. Die Teilnehmer wussten das zu schätzen. Für den herzlichen Empfang und den perfekten Ablauf gab es schon auf dem Länderabend „Standing Ovation“ für den Hausherrn. Für bewegende Momente sorgten „La Ola-Wellen“ und die Nationalhymne gespielt durch den berittenen Fanfarenzug Freckenhorst bei der Siegerehrung und Verabschiedung. Cedric Hinrichs, Mannschaftsführer Schleswig-Holstein, fasste es für alle in Worte. Die nachfolgenden Veranstalter werden schwer haben, sagt er.

Quelle: PV Münster

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