Nervenkitzel im Finale

Pferdetausch beim Finale des Deutschen Championats der Berufsreiter im Springen. Foto: Susanne Müller

Nervenkitzel im Finale

Fünf Minuten sind keine lange Zeit, um sich kennenzulernen. Erst recht nicht, wenn die Augen Hunderter Menschen auf einem ruhen. Wenn sich eine fast atemlose Stille über den Turnierplatz senkt. Und wenn man weiß, dass gleich ein Parcours der schweren Klasse vor einem liegt, den man mit einem völlig fremden Pferd bezwingen soll. Die drei Reiter, die es am Samstagnachmittag ins Finale beim Deutschen Championat der Berufsreiter schaffen, erwartet jedoch genau dieser Nervenkitzel.
Im Sattel ihrer eigenen Pferde müssen die Teilnehmer des Championats im Sielpark von Bad Oeynhausen schon am Donnerstag (ab 17 Uhr) und am Freitag (ab 12.30 Uhr) beweisen, dass sie in ganz Deutschland zu den Besten ihres Metiers zählen. Was sie beim Finale mit Pferdewechsel am Samstag um 15.15 Uhr erwartet, geht jedoch weit über das übliche Maß der Anforderung hinaus. Tatsächlich dürfen sie nur ganze fünf Minuten vor ihrem Start im Sattel des fremden Pferdes Platz nehmen und müssen diese Zeit gut nutzen, um herauszufinden, wie reagiert der Sportpartner auf Schenkeldruck und Zügelhilfen? Was sind seine Schwächen? Was seine Stärken? Und vor allem: Wie bekomme ich ihn auf meine Seite?
Außer bei Weltmeisterschaften kommen Pferdefans auf keiner anderen Veranstaltung in den Genuss eines solchen Schauspiels. Hier geht es um viel mehr, als nur um gutes Reiten. Es geht um Einfühlungsvermögen, Taktik – und um Coolness. Schon oft hat sich bei den vergangenen Championaten gezeigt, dass der Reiter mit den besten Nerven am Ende die Nase vorn hatte.
Turnierbesucher dürfen sich auch diesmal wieder über freien Eintritt an allen Tagen freuen. Der zweite Höhepunkt der vier Wettkampftage ist der Große Preis der Volksbank Bad Oeynhausen-Herford am Sonntag ab 14.15 Uhr.
Mehr Infos unter: www.rv-badoeynhausen.de

 

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